Waldläufer
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Waldläufer und einem Trekker (neudeutsch für Wanderer)?

Nun, der Waldläufer hält sich eher abseits der Pfade und ausgeschilderten Wanderwege auf, die in manchen Gebieten Autobahnen gleichen. Dem Waldläufer kommt es nicht so sehr aufs Aussehen an, Hauptsache praktisch und unauffällig. Gelagert wird möglichst leise und versteckt, um weder Tiere noch Menschen zu stören. Dem Waldläufer kommt es nicht so sehr auf Schnelligkeit an, sondern eher auf das autarke Erleben unentdeckter Landschaften. Wanderern begegnet er eher ungern, meist sieht oder hört er sie schon von weiten und bleibt unentdeckt hinter einem Baumstamm stehen.

Der Trekker läuft eher über die meist ausgeschilderten Wanderwege, macht unter Umständen viel Strecke, und hat viel Kontakt mit anderen Wanderern. Unauffälligkeit spielt keine Rolle, hier gilt eher das Motto: “Wer sich tarnt stirbt einsam!”

Die Ausrüstung kann sich in Teilbereichen überschneiden, im Grossen und Ganzen gibt es aber enorme Unterschiede.
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Waldläuferausrüstung
Overall oder Jacke + Hose?

Eine Glaubensfrage? Nein, eher eine Gewöhnungsfrage.
Der Vorteil eines Overalls mit integrierter Kapuze gegenüber einer herkömmlichen Jacke/Hose Kombination ist:
1. geringeres Gewicht
2. höherer Schutz vor Wind, Staub, Insekten, Kälte, Schnee usw.
3. ein Ausrüstungsteil weniger was man verlegen/ verlieren kann (die Jacke)
4. die wichtigste Ausrüstung ist immer komplett und dabei

Nachteil eines herkömmlichen Overalls:
1. zum, hmm - nennen wir es mal entsorgen (Du weißt was gemeint ist!), muss man das Overalloberteil komplett ausziehen, was im Winter oder inmitten eines Mückenschwarms keine gute Idee ist.
2. zum andauernden An- und Ausziehen von Zwischenschichten ist der Overall ein bißchen umständlicher

Die Lösungen:
Nun, Nachteile 1. und 2. habe ich gelöst. Die Lösung für die Entsorgungsfrage verrate ich noch nicht und Nachteil 2. löst sich bei kluger Bekleidungswahl und vor allem Unterwäsche aus kratzfreier hochwertiger Merinowolle in Wohlgefallen auf:
Im Sommer trage ich unter den Aramid-Overall einen Kurzarm-Body aus Merinowolle (ICEBREAKER Bodyfit).
Wenn es abends kühler wird ziehe ich einen EXPED Poncholiner drüber oder einen  dünnen Wollpulli (z.B. ULLFROTTE 200er) mit integrierter Kapuze/Sturmhaube zwischen Body und Overall an. Auf den Kopf kommt eine ICEBREAKER Wollmütze bzw. die Overallkapuze.

Im Herbst und Winter habe ich zwischen Aramid-Overall und dem Wollbody ständig einen Wollfrotte-Overall (z.B. ULLFROTTE 200er) ohne Kapuze an. In den Pausen, morgens und abends ziehe ich einen modifizierten BERGANS Ranger 3 als Kälteschutz-Poncho mit Kapuze drüber.
Zum Schlafen reichen ein paar Handgriffe und dann habe ich einen Schlafsack bzw. eine warme Decke aus dem Ranger 3 gemacht.
Wenn die Temperaturen nachts in den Bereich  von -10°C sacken, ziehe ich den Wollkapuzenpulli zwischen Woll- und Nomex-Overall, sowie gefütterte Beinlinge (ehemalige US Trouserliner), ein zweites Paar ULLFROTTE Wildlife 600er Socken an und werfe noch den EXPED Poncholiner über den BERGANS Ranger 3. Das reicht bis ca. -15 °C. Wenn es noch kälter werden sollte schließe ich den BERGANS Schlafsack oder nutze einen KHS Sommerschlafsack als grosszügigen Überschlafsack.
Um auf den Overall zurückzukommen: der Aramid-Overall ist so atmungsaktiv und schnelltrocknend, dass man in Verbindung mit den wenigen Wollunterschichten eine ideale wohltemperierte Kombination eingeht, die tagsüber nicht dauernd gewechselt bzw. ergänzt werden muss. Einzig morgens und abends zieht man sich wie bei der Jacken/Hosen-Kombi was drüber oder drunter

Der Waldläufer
Overallausrüstung
Rucksackinhalte
E & E Tascheninhalte